Warum bilden Frauen ineffektivere berufliche Netzwerke als Männer?

Frühere wissenschaftliche Studien haben geschlechtsspezifische Unterschiede in der Größe und Qualität von professionellen Netzwerken identifiziert. Frauen bauen demnach in Summe weniger Verbindungen auf und tendieren zu weniger einflussreichen und weniger mächtigen Netzwerkpartnern, was ihnen einen strukturellen Nachteil verschafft. 

„Als Frau machst du alles richtig – und trotzdem bremst man dich ab“ 

Åsa Regnér 

Die Studie zeigt, dass nicht nur die externe Barriere des strukturellen Ausschlusses von Frauen aus Machtnetzwerken, sondern auch die intrinsische Barriere der Frauen selbst, soziale Beziehungen zu instrumentalisieren, zentral für die Beantwortung der genannten Forschungsfrage ist. Die Analyse zeigt im Einklang mit früheren Studien, das Bestehen von struktureller Ausgrenzung für Frauen aus Netzwerken als Resultat des Konflikts zwischen Berufs- und Familienleben sowie von sozialer Homophilie. 

Mit anderen Worten: Frauen bringen sich noch immer deutlich zeitintensiver in die Hausarbeit ein und sehen sich nach wie vor mit geschlossenen Männernetzwerken (sogenannten „Old Boys Clubs”) konfrontiert. 

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